Adaption der Bewertungskriterien

Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon lisaemmett am 05 Apr 2017, 10:45

Liebe Psychologen,

Ich freue mich nun auch Teil des Forums zu sein.

Da der Wunsch geäußert wurde, dass die Bewertungskriterien adaptiert werden sende ich Ihnen hier meine ersten Überlegungen diesbezüglich.

Ich bin auf Ihr Feedback gespannt und freue mich auf einen Austausch.

Mit freundliche Grüßen,
Lisa Emmett


Bewertungskriterien Instahelp Coaches/Psychologen:

Rating 0-100%


Verständlichkeit:

Ich empfinde die Informationen und Erklärungen über den Ablauf der Beratung verständlich....

Wohlfühlen:

Ich fühle mich bei dem mir zugewiesenen Coach/Psychologen gut aufgehoben/wohl...

Vertrauen:

Ich habe das Gefühl für meinem mir zugewiesenen Coach/Psychologen das nötige Vertrauen aufbringen zu können...

Nutzen:

Ich habe den Eindruck, dass mir die Beratung bei meinem Anliegen weiterhelfen kann..

Zufriedenheit:

Ich bin mit der Beratungstätigkeit des Coaches/Psychologen zufrieden....

Positiv:

Folgende Punkte empfinde ich hinsichtlich der Beratung bei Instahelp positiv...

Negativ:

Folgende Punkte empfinde ich hinsichtlich der Beratung bei Instahelp negativ...

-------

Nur Psychologen:

Ich habe innerhalb der Beratung meine persönlichen Ziele erreicht....

Durch die Beratung habe ich eine Vorstellung davon bekommen wie ich zukünftige Probleme bewältigen kann...

Die Beratung hat mir dabei geholfen mein Problem gezielt anzugehen/meine Situation zu verändern...

Innerhalb der Beratung war es mir möglich eine vertrauensvolle Beziehung zu meiner Psychologin aufzubauen..

Ich habe den Eindruck, dass die vertrauensvolle Beziehung zwischen mir und meiner Psychologin den Verlauf der Beratung positiv beeinflusst hat...

Ich kann mir vorstellen zukünftig nochmals eine Beratung bei Instahelp in Anspruch zu nehmen..

Ich könnte mir vorstellen, die Beratung bei Instahelp einem Freund/Freundin weiterzuempfehlen...
lisaemmett
 
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon RaphaelD am 14 Apr 2017, 17:06

Hallo Lisa,

danke für deinen Vorschlag. vielleicht wärs gut die Fragen zu numerieren, dann kann man in der Diskussion leichter bezug drauf nehmen.
Ich finde es spannend wie viel Wert hier bei Instahelp auf Feedback gelegt wird. Ich muss hier jedoch noch eine Kritik äußern: angenommen jemand antwortet auf die Frage "Ich fühle mich bei dem mir zugewiesenen Psychologen wohl" mit "nein", was passiert dann mit der Info. So weit ich weiß ist es noch nicht möglich den Psychologen zu wechseln, außer man legt einen neuen Account an.

Für mich ist die Frage was die einzelnen Fragen in den Klienten auslösen wichtig. Wer hat nutzen von diesen Fragen? Die Fragen ob man innerhalb der Beratung seine persönlichen Ziele erreicht hat, zukünftige Probleme besser bewältigen kann oder die Situation verändern konnte liefern Denkanstöße zur Evaluation des Prozesses. Fällt die Beurteilung hierbei gut aus so fungieren diese Fragen als positive verstärker. Diese Fragen find ich sinnvoll.
Die Frage ob man Instahelp einem Freund weiterempfehlen würde find ich dagegen recht (werbe-)suggestiv, aber das ist mein persönliche Werbungsabneigung. wie seht ihr das?

Frohe Ostern!
RaphaelD
 
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon Janina am 14 Apr 2017, 20:10

Hallo Lisa,

danke für die Vorschläge. Mir stellt sich dabei eine grundsätzliche Frage zum Ablauf. Derzeit ist es ja so, dass die Klienten nach ungefähr drei bis vier Wochen erstmals befragt werden und dann ebenfalls alle paar Wochen - bei laufenden Beratungen kann das schon einige Male der Fall sein und ist dann oft mitten im Beratungsprozess.

So, wie die Fragen jetzt formuliert sind, klingen sie für mich aber nach einem "Abschlussfeedback", nach abgeschlossener Beratung, zum Beispiel ist es oft rückblickend leichter, zu sagen, ob man persönliche Ziele erreicht hat, die Beratung noch einmal in Anspruch nehmen würde usw., als mitten im Prozess. Was etwas gebracht und wohin etwas geführt hat, ist für Menschen leichter zu beantworten, wenn der laufende Prozess beendet ist und nicht mittendrin.

Werden die Fragen weiterhin mitten im Prozess gestellt und nicht erst nach Abschluss, dann finde ich die Formulierungen (insbesondere die Vergangenheitsform) irreführend und verwirrend, diese könnte den Klienten suggerieren, dass es nun zu einem Ende kommen soll.

Somit mein Feedback für jetzt: für im laufenden Prozess finde ich fast alle der Fragen NICHT passend, für die Zeit nach Abschluss der Beratung durchaus.

Persönlich würde ich es auch besser finden, wenn die Beratungen erst evaluiert und bewertet werden, nachdem sie beendet/abgeschlossen sind. Sollte Instahelp dennoch auch unbedingt in fixen Zeitabständen WÄHREND der Beratung die Klienten befragen wollen, so würde ich dafür unbedingt eine Adaptierung der Fragen empfehlen (mit wesentlich offenerer Formulierung zum derzeitigen Stand etc.).

Ich hoffe, dieses erste Feedback war hilfreich.

Liebe Grüße und schönes Osterwochenende,

Janina
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon lisaemmett am 18 Apr 2017, 13:58

Liebe Psychologen,

Danke für Ihr Feedback.
Es wurde der Wunsch geäußert, dass die bisherigen Bewertungskriterien nicht adäquat sind. Daher habe ich mir neue Überlegungen gemacht. Beispielsweise war gab es die Rückmeldung, welchen Nutzen das Kriterium "Freundlichkeit" für die Bewertung hat? Dieses Kriterium brachte zum Beispiel laut den Rückmeldungen der Coaches keinen Mehrwert. Was ich persönlich nachvollziehen kann, da dies als Voraussetzung gilt. Deswegen ist es meiner Meinung nach wichtig Kriterien zu finden, die einerseits eine interessante Rückmeldung für Sie bieten und andererseits die Beratung bei Instahelp sinnvoll evaluieren.

Ich versuche nun auf die von Ihnen erwähnten Punkte einzugehen.

1) Ein Psychologenwechsel ist möglich. Sollte der Wunsch seitens des Klienten bestehen, soll dieser sich bitte an den Support wenden.
Jedoch denke ich ist es sinnvoll vor einem Wechsel zu besprechen warum er Wunsch zu wechseln besteht bzw. warum der Klient sich nicht wohl fühlt etc.

2) Es ist kein Problem das Item "ich würde die Beratung einem Freund weiterempfehlen" wegzulassen. Ich verstehe den Einwand gut, dass dieses Item zu marketingmäßig ist. Gerne würden wir das Item "Ich kann mir vorstellen zukünftig nochmals eine Beratung bei Instahelp in Anspruch zu nehmen" beibehalten.

3) Bezüglich des Zeitpunkts der Evaluation:
Die ersten 6 Kriterien (Verständlichkeit bis Positiv/Negativ) sollen nach 20-30 Tagen vorgegeben werden.
Die restlichen Kriterien, die nur für die Bewertung der Psychologen gelten werden nach Abschluss/Abbruch der Beratung vorgegeben.
Es soll auch ein Item geben, das zwischen Klienten die, die Beratung positiv abschließen und jenen, die die Beratung abbrechen differenziert.

Ich hoffe ich konnte alle offenenPunkte beantworten bzw. darauf eingehen.

Würden die Kriterien (inklusive der "Änderungen" und zusätzlichen Infos) nun für Sie so passen?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

MFG Lisa Emmett
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon NadjaWeltzien am 27 Apr 2017, 11:15

Liebe Lisa,

bevor ich auf die Bewertungskriterien eingehe habe ich noch eine Frage/Anmerkung zum Thema Psychologenwechsel. Vor einigen Wochen habe ich eine neue Klientin zugewiesen bekommen, die sich bei Instahelp Coach auch bereits im Vorfeld zum Thema 'Möglichkeit des Psychologenwechsels' informiert hat. Da wurde Ihr vom Coach geschrieben dass Sie jederzeit wechseln kann und dass der neue zugewiesene Psychologe dann auch den gesamten bisherigen geschriebenen Chat mit dem bisherigen Psychologen lesen kann! Stimmt diese Information? Meiner Meinung nach ist dies rechtlich nicht korrekt und widerspricht der Schweigepflicht Regelung. Selbst vor Gericht kann ich als Psychologe die Aussage verweigern obwohl der Klient mich von der Schweigepflicht entbindet, es ist also immer in der Verantwortung des behandelnden Psychologen. Ich verstehe schon dass es Zeit sparen würde und eventuell angenehmer für den Klienten wäre nicht nochmal alles schreiben zu müssen, aber dieses 'Problem' hat ein Patient bei jedem Psychologenwechsel auch in freier Praxis und oft kommen gerade beim 'nochmaligen neu erzählen' doch wichtige Punkte und Erkenntnisse zu Tage. Aber vielleicht war ja auch einfach die Information vom Coach falsch?

Liebe Grüße Nadja
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon NadjaWeltzien am 27 Apr 2017, 11:45

So, nun versuche ich mal meine Überlegungen zu den Bewertungskriterien zusammen zu fassen.
Persönlich finde ich das Modell der anonymen Bewertung ja sehr ungewohnt und ich finde es schon wichtig sich zu überlegen was dies einerseits im Klienten auslöst aber auch im Psychologen und für den Beratungsprozess generell bedeutet. Zum Beispiel ist es manchmal wichtig als Psychologe in der Beratung die Rahmenbedingungen klar abzustecken und auch wenn man dies gut und transparent erklärt kann es zu Frustration beim Klienten führen (Beispiel: sich and die ausgemachte Beratungszeit halten oder zu bestimmten Uhrzeiten nicht verfügbar zu sein). Je nach Störung und Persönlichkeitsstruktur wird ein Klient anders mit dieser Frustration umgehen. Ziel ist natürlich dass er oder sie lernt mir diesen Frust mitzuteilen, wenn aber genau in diesem Moment der Aufruf zur anonymen Bewertung kommt führt es eher dazu dass der Klient seinen Ärger dort kund tut anstatt es in den Beratungsprozess wieder einfließen zu lassen. Das ist Schade weil ihm oder ihr dadurch eigentlich die Möglichkeit genommen wird dies direkt mit dem Psychologen zu besprechen und so auch eine positive Erfahrung zu machen, nämlich die Erfahrung dass jemand gut mit Kritik umgehen kann, dass man versucht gemeinsam Lösungen zu finden und das Kritik nicht zu Beziehungsabbruch führen muss. Dies mal eher als grundsätzliche Überlegung zu dem Thema.

Ich persönlich nehme mir auch alle paar Wochen Zeit um mit meinen Klienten direkt den Beratungsprozess zu evaluieren,da werden unter anderem einige Fragen besprochen die jetzt bei den neuen Bewertungskriterien unter dem Punkt "nur Psychologen" aufgelistet sind da diese ja wichtig sind um gemeinsam die Beratungsziele zu evaluieren und eventuell auch neu zu definieren. In einer anonymen Befragung finde ich die Antworten hierzu nicht wirklich hilfreich. Höchstens dann in der 'Masse', also wenn sehr viele Klienten einen bestimmten Punkt negativ bewerten dann ist dies für mich ein Zeichen dass es von meiner Seite an diesem Punkt etwas zu verändern gilt. Aber von einer einzigen (negativen oder positiven) anonymen Bewertung ist der Informationsgehalt für mich sehr gering und nicht aussagekräftig (ausser ich würde versuchen herauszufinden wer die Bewertung abgegeben hat, aber das würde das Modell der anonymen Befragung ja wieder ad absurdum führen...)

Viele liebe Grüße unbekannterweise an alle und ich finde es großartig dass wir hier gemeinsam diese Dinge besprechen und durchdenken können!
Nadja
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon lisaemmett am 05 Mai 2017, 11:36

Vielen Dank für Ihr Feedback und Ihre Überlegungen.

Ich finde beide Elemente wichtig sowohl die persönliche, direkte Evaluation als auch die anonyme Evaluation. Als Beispiel darf ich als offline Beispiel unsere Gruppentrainings in der Sigmund Freud Ambulanz erwähnen. Beispielsweise bieten wir eine Gruppe mit dem Thema Selbstwert/emotionale und soziale Kompetenzen an. Dort evaluieren wir insofern nach jedem Training in dem wir eine Abschlussrunde machen und vor allem die Fragen was konnte ich heute aus der Einheit mitnehmen und mit welchem Gefühl verlasse ich heute die Gruppe behandeln. Zusätzlich werden (ähnlich der Kriterien, die ich Ihnen als Vorschlag gesendet habe) anonym Stundenbögen so wie sie im Gruppentraining sozialer Kompetenzen nach Hinsch&Pfingsten (2007) vorzufinden sind vorgegeben. Es ergibt sich dann ein umfassenderes Bild wenn wir die Rückmeldungen innerhalb der Abschlussrunde und der anonym ausgefüllten Bewertungsbögen zusammenfassen und ich möchte die anonyme Variante nicht missen, da so oft weniger sozial erwünschte, noch "ehrlichere" Antworten gegeben werden die für uns als Gruppenleiter sehr wertvoll sind um das Training zu verbessern und weiterzuentwickeln. Das sind meine Gedanken zu dem Thema anonyme Evaluation. Ich freue mich auf weiteren Austausch!

LG Lisa Emmett
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon Janina am 10 Mai 2017, 10:59

Liebe Frau Emmett,

ich möchte jetzt noch einmal etwas nachfragen, nachdem ich dazu bisher in diesem Thread von Ihnen noch keine Antwort gesehen habe und jetzt doch schon einige Zeit vergangen ist, vielleicht ist der Beitrag ja untergegangen.

Ich kann mich dem ersten Beitrag von Frau Weltzien (27. April, 10:15 Uhr) zum Thema Psychologenwechsel und "der neue Psychologe kriegt Einsicht in den kompletten bisherigen Beratungsverlauf" nur anschließen, ich sehe das auch sehr kritisch, aus den gleichen Gründen wie Frau Weltzien.

Können wir zu diesem Thema auch mit einer Stellungnahme von Ihnen rechnen oder sind wir da hier an der falschen Adresse und sollten uns innerhalb der Organisationsstruktur an jemand anderen wenden? Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,

Janina Kurzmann
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon lisaemmett am 10 Mai 2017, 15:36

Liebe Kollegen,

Danke für den Hinweis. Das habe ich bereits bei Frau Geier erfragt, es jedoch vergessen hier zu posten. Es ist NICHT automatisch so, dass wenn es zu einem Psychologenwechsel kommt der "neue" Psychologe den Verlauf lesen kann. In den meisten Fällen wird ein neuer Account seitens des Klienten erstellt. In diesem Fall ist die "Weitergabe" des Gesprächsverlaufs sowieso nicht möglich. Und in dem Fall, dass der Account beibehalten wird, werden im Vorhinein laut der Informationen von Frau Geier beide Parteien (Patient und Psychologe) gefragt, ob es in Ordnung ist, dass der Gesprächsverlauf weitergegeben wird, wenn einer der beiden dies verneint wird der Verlauf wie gesagt nicht weitergegeben.

Ich hoffe ich konnte alle Fragen diesbezüglich beantworten und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Lisa Emmett
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon Annette am 18 Mai 2017, 22:30

Hallo in die Runde.
Ich finde die Fragen nach den Erklärungen in Ordnung. Klar ist es mir auch wichtig (wie Janina), dass die Fragen zum Beratungs-Prozess passen.
Das scheint hier aber gegeben zu sein.
Mein Wunsch: Zur Abschluss-Evaluation noch eine offene Frage (nicht nur ja/Nein), wo der Klient in eigenen Worten etwas rückmelden kann. "Das Wichtigste für mich in der Beratung war, dass...." Das würde ich persönlich schätzen. Auch ich evaluiere mit den Klienten den Prozess und das Ende, aber anonym nochmal Feedback zu bekommen, finde ich ebenso wichtig. Eigene Worte dazu würden das noch abrunden.
Danke und liebe Grüße
Annette
 
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Re: Adaption der Bewertungskriterien

Beitragvon lisaemmett am 30 Jun 2017, 17:52

Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen wir werden versuchen alle Ideen umzusetzen und miteinzubeziehen.

Liebe Grüße
lisaemmett
 
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